Kalzium + Vitamin D - Mindestzufuhr meist nicht erreicht

Mindestzufuhr von Kalzium von 55% der Frauen und 46% der Männer nicht erreicht!

Fast alle Menschen in Deutschland haben einen Vitamin D-Mangel!  Durchschnittlich sind es 91% der Frauen und 82% der Männer.

 

Ausgewählte Mikronährstoffe: Kalcium und Vitamin D

 

Zu einer vollständigen Ernährung gehört eine individuell auf Geschlecht, Alter, Gewicht und Lebensbedingungen angepasste Zufuhr von den Makronährstoffen Protein, Kohlenhydrate und Fett.

 

Die individuell angepasste Zufuhr von Mikronährstoffen ist nicht so leicht zu beurteilen, aber Untersuchungen in Bevölkerungsgruppen zeigen, dass vielfach die Mindestzufuhr nicht erreicht wird. Davon betroffen sind eindeutig Kalzium und Vitamin D. Die Datenerhebung der nationalen Verzehrstudie bereits aus dem Jahr 2008 zeigt für Calcium, dass die empfohlene Zufuhr von 1000mg/Tag von 55% der Frauen und 46% der Männer nicht erreicht wird. Besonders bei weiblichen Jugendlichen mit 74% und älteren Frauen/Männern mit 65%/ 61% stellt sich der Mangel dar. Zudem ist erwähnenswert, dass für Jugendliche die Empfehlung sogar bei 1200mg liegt.

 

Die Gesamtkörpermasse an Calcium beträgt ca. 1-2 kg. Davon ist das Calcium zu 99% hauptsächlich im Skelett und in den Zähnen vorhanden. Nur ungefähr 1 g (ca. 0,1%) des gesamten Körpercalciums liegt in gelöster bzw. freier Form vor. Calcium ist essenziell für die Blutgerinnung, die Reizentstehung und Reizbeantwortung in Nerven- und Muskelzellen, es wird für die Steuerung des Zellstoffwechsels benötigt und für die Funktion verschiedener Enzyme.

 

Calcium gelangt über die Nahrung in den Körper und steckt vor allem in Milch und Milchprodukten. Pflanzlich wird Calcium über grünes Blattgemüse zugeführt, oder mit Calcium angereicherten Sojagetränken. Die Calciumbilanz ist vom Lebensalter abhängig. In jungen Jahren wird mehr Calcium aufgenommen als abgegeben und ausgeschieden. Es ist von höchster Bedeutung in diesen Lebensjahren genügend Calcium zuzuführen, da bis zum höchsten 30.ten Lebensjahr die Knochenstruktur aufgebaut und verfestigt wird. Über viele Jahre hinweg besteht dann eine ausgeglichene Calciumbilanz. Benötigt der Körper für seine Funktionen Calcium, wird aus den Knochen mehr abgebaut als wieder eingefügt. Es kommt zur Osteoporose, dem Knochenschwund. Die Gefahr für Knochenbrüche, aber auch grauem Star und Muskelschwäche steigt dadurch erheblich an. Bei kurzfristigem hohem Calciummangel  kommt es zu schmerzhaften Muskelkrämpfen und Gefühlsstörungen.

 

Positive Effekte einer Calcium-Supplementierung, auf den Knochenstoffwechsel wurden vor allem bei Kindern und Jugendlichen sowie älteren Menschen in vielen wissenschaftlichen Studien gezeigt.

 

Für die Regulierung des Calcium-Spiegels ist Vitamin D notwendig, zusammen mit dem Parathormon. Vitamin D ist eine Gruppe von Substanzen mit einer Vitamin-D-Aktivität. Es reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und stärkt die Muskeln. Vitamin D steigert die Calciumresorption im Darm und fördert die Einlagerung von Calciumsalzen in die Knochen. Ein Vitamin D-Mangel führt bei Kindern zu Rachitis und bei Erwachsenen zur Knochenerweichung.

 

Vitamin D in ausreichender Menge über die Nahrung zuzuführen ist nicht einfach. VitaminD kommt hauptsächlich in fettem Fisch und Lebertran vor. Zudem wenn Brot und Fruchtsäfte mit Vitamin D angereichert werden, oder Hühner mit Vitamin D gefüttert, sodass ein höherer Gehalt in den Eiern ist. Lebensmittel, die Vitamin D enthalten, sind fast ausschließlich tierische Produkte. Für Vegetarier und Veganer ist interessant, dass pflanzlich nur Pilze einen nennenswerten Gehalt enthalten.

 

Fast alle Menschen in Deutschland haben einen Vitamin D-Mangel!  Durchschnittlich sind es 91% der Frauen und 82% der Männer. Eine anhaltende Unterversorgung begünstigt die Entstehung von Mangelerkrankungen. Vitamin D kann über die Haut im Körper selbst gebildet werden. Diese Fähigkeit funktioniert bei jungen Menschen weitaus besser als bei älteren. Personen über 65 Jahre haben nur noch 25% der Fähigkeit Vitamin D über die Haut zu bilden im Vergleich mit jungen Menschen unter 30 Jahren. Mit steigendem Lebensalter nimmt die Fähigkeit der Haut Vitamin D zu bilden somit deutlich ab.

 

Die Sonnenbestrahlung reicht in unseren Breitengraden bislang vor allem in den Monaten von Oktober bis März nicht aus, um über die Hautsynthese eine ausreichende Vitamin-D-Bildung zu ermöglichen. Weiterhin sollen wir uns nicht ungeschützt in der Sonne aufhalten und das Auftragen von Sonnenschutzmitteln bereits mit kleinem Lichtschutzfaktor verhindert die körpereigene Synthese.

 

Die Zufuhrempfehlungen für Vitamin D sind nicht einheitlich. Internationale Experten empfehlen heute für Erwachsene mindestens eine Zufuhr von 25µg – 50µg (1000-2000 I.E.) pro Tag.

 

©PD Dr. biol.-hum. Marion Flechtner-Mors

 

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